Alexandra Martins

„Was mir unheimlich liegt, was ich gerne mache und was auch gut zu der Position passt, ist Feuerwehr spielen.“

DiaSys Kolleginnen und Kollegen melden sich zu Wort. Denn hinter jedem Erfolg steckt die Geschichte eines Mitarbeiters. Vom Azubi bis hin zum Professional – in unserer Interviewreihe berichten sie über ihren Weg zu DiaSys, ihren Arbeitsalltag, geben Tipps und erzählen was sie einzigartig macht.

Was machst du bei DiaSys und wie lange bist du bereits mit an Bord?

Ich arbeite seit nun genau 20 Jahren bei DiaSys. In dieser Zeit habe ich einiges von der Firma gesehen. Bevor ich hier anfing, habe ich eine zweijährige Ausbildung als CTA [Chemisch-Technische Assistentin] bei Fresenius gemacht und danach meinen Diplom-Ingenieur angehängt. Meine Diplomarbeit habe ich hier bei DiaSys, damals bei Dr. Metzmann, geschrieben und war damit die erste Diplomandin in der Firma. Danach bin ich dann auch für 3 Jahre in der Entwicklung geblieben.

Nach dieser Zeit wechselte ich ins Produktmanagement, obwohl ich eigentlich nie das Labor verlassen wollte. In meiner Verantwortung dort lag die Einführung der barcodierten Reagenzien und die kleinen Analyzer wie InnovaStar®, SensoStar und MC15.

Nachfolgend habe ich die Gruppenleitung für den Technical Support übernommen, der in dieser Zeit aus der QC ausgegliedert wurde. 

Was genau sind die Aufgaben deiner Abteilung?

Die Abteilung After Sales Support ist in 3 Bereiche gegliedert. Das Reagent Support Center (RSC) beschäftigt sich mit allem was mit Reagenzien zu tun hat. Hier werden alle Fragen unserer Kunden beantwortet, Reklamationen bearbeitet und technische Unterstützung für Kunden oder intern geboten. Aber auch kleinere Projekte und Produktverbesserungen werden hier abgewickelt. Eben einfach alles, was sich um die Reagenzien dreht.

Dann haben wir den TSC, das Training and Support Center. Hier wird alles bearbeitet, was mit Geräten zu tun hat. Natürlich auch die Trainings und Unterstützung der Kunden in Zusammenarbeit mit dem Sales.

Der dritte Bereich ist die Sollwertermittlung für Multi-Kontrollen und Multi-Kalibratoren.

Welche drei Eigenschaften brauchst du als Abteilungsleiterin am häufigsten?

Ich würde sagen Gelassenheit, ein Stück weit Pragmatismus im Umgang mit und zwischen den Mitarbeitern, aber auch zwischen den Abteilungen. Man ist des Öfteren eine Art Vermittler, wenn auf einer Ebene etwas hochkocht und man die Wogen glätten muss.

Empathie finde ich eine wichtige Eigenschaft, gerade wenn man Personalverantwortung hat. Und auch Entscheidungsfreudigkeit. Ich bin in meiner Position von den ganzen Themen inhaltlich wesentlich weiter weg als früher, aber wenn dann eine Frage kommt, muss meist eine Entscheidung getroffen werden. Oft auch kurzfristig oder dringend. Das heißt, man muss dann schon den Mut und den Willen haben, diese Entscheidung zu treffen.

Fällt es dir leicht, die Verantwortung abzugeben und Entscheidungen den Mitarbeitern zu überlassen?

Ja, das fällt mir leicht. Es ist immer etwas, was man üben muss, aber mittlerweile geht es leichter als am Anfang. Mir war immer klar, wenn ich eine Entscheidung abgebe, dann muss ich auch damit leben, dass sie ein bisschen anders getroffen, durchgeführt oder umgesetzt wird, wie ich mir das vorgestellt habe. Das ging bisher aber immer gut.

Wie lautet der beste Rat, den man dir je gegeben hat und welcher ist der beste, den du geben kannst?

Es gab nie den besten Rat oder die Person, die mir den gegeben hat. Ich hatte in jedem Lebensabschnitt eine Art Mentor, der mich weitergebracht hat. Zum Beispiel hatte ich in meinem Studium einen Dozenten, dessen Motto war „Werden Sie konkret“. Ich finde das ist etwas Wichtiges, was im Laufe der Zeit oft verloren geht. Der Rat hat mir viel gebracht. Auch bei DiaSys, als ich bei Dr. Metzmann anfing, habe ich unheimlich viel gelernt. Beispielsweise wie man in Meetings den Faden nicht verliert.

Welchen Rat ich von mir aus geben kann, ist Gelegenheiten zu nutzen. So zieht sich das auch durch meine Karriere hier bei DiaSys. Gelegenheiten, die sich mir geboten haben, habe ich genutzt. Am Anfang wollte ich nie aus dem Labor raus, nie ins Büro. Personalverantwortung wollte ich auch keine. Aber dann haben sich Möglichkeiten aufgetan und ich habe mir gesagt, ich mache das jetzt trotzdem. Damals wurde ich angesprochen, ob ich nicht ins Produktmanagement kommen möchte und ich habe gesagt, ja ich mach das.

Es ist gut, auch mal ins kalte Wasser zu springen, etwas Neues zu probieren und aus der gewohnten Umgebung raus zu gehen. Und das hat sich bisher immer als positiv erwiesen. Ich habe es noch nie bereut, so eine Entscheidung getroffen zu haben.

Was schätzt du an deinen Mitarbeitern am meisten?

An meinen Mitarbeitern schätze ich vor allem, dass sie im Sinne der Kundenzufriedenheit auch bereit sind über den Dienst nach Vorschrift hinaus Leistung zu bringen. Wir haben ja viel Kundenkontakt. Von der Reklamationsbearbeitung bis zur technischen Unterstützung. Was aber vielleicht noch wichtiger ist, dass sie keine Hemmungen haben mich anzusprechen, wenn es Kritikpunkte gibt. Vor allem an mir oder an anderen. Dass sie einfach das Gespräch suchen. Das finde ich ganz wichtig. Ich muss mir somit nicht die ganze Zeit Gedanken machen, ob im Untergrund noch etwas brodelt.

Auch Abteilungsleiter*innen haben mal frei. Wie sieht dein idealer Urlaub aus?

Ein idealer Urlaub ist einer, von dem ich noch lange danach etwas habe; meist ein naturnaher Urlaub, der besonders oder beeindruckend war. Meine schönsten Urlaube waren eine Zeltrundreise in Island, ein Kurztrip in den Dschungel des Amazonas im Rahmen einer Rundreise durch Brasilien und was auch schön war, war ein Road Trip mit der Familie durch die Nationalparks im Südwesten der USA.

Wie sieht deine persönliche Work-Life-Balance aus?

Ich denke, was mir total hilft, ist die hohe Flexibilität, die der Arbeitgeber bietet; einfach super. Mein Job belastet mich nicht so, dass ich sage, ich habe jetzt 2 Wochen Urlaub, ich will nichts hören und sehen. Sondern es ist nicht schlimm, wenn wirklich Not am Mann ist und ich angerufen werde. Das passiert auch wirklich nur im Notfall.

Zum anderen hat DiaSys mir alles ermöglicht. In eine Führungsposition in Teilzeit wieder einzusteigen, das hat man nicht überall. Homeoffice ist super, um Betreuungslücken bei meiner Tochter aufzufangen. Das ist viel Wert.

Was macht einen erfolgreichen Arbeitstag für dich aus?

Was mir unheimlich liegt, was ich gerne mache und was auch gut zu der Position passt, ist Feuerwehr spielen. Das heißt, wenn es irgendwo brennt, Probleme gelöst werden müssen, kurzfristig eine Möglichkeit gefunden oder etwas Organisatorisches umgesetzt werden muss, wie zum Beispiel für ein Training oder einen Kundenbesuch, blühe ich auf.

Mir geht’s immer gut, wenn ich weiß, das haben wir super gelöst, das hat alles hingehauen und wir haben es trotz anfänglicher Schwierigkeiten geschafft. Und eben auch, dass die Mitarbeiter es genauso empfinden und das Gefühl haben, ich habe hier richtig geholfen, der Kunde war zufrieden und hat es sogar noch einmal gesagt. Dann kann man nach so einem Tag mit einem guten Gefühl nach Hause gehen.

Als Abschluss möchten wir gern noch drei Fun Facts über dich erfahren, die dich als Person ausmachen!

Das eine ist, ich bin eine freiwillige Eule. Ich bin eigentlich total der Nachtmensch, konnte auch während der Schulzeit und des Studiums immer am besten abends lernen. Und bin jetzt Kind bedingt eine unfreiwillige Lerche. Ich muss nun morgens früh einiges geregelt bekommen und schlafe abends früh ein und bin dann morgens wieder früh wach. Aber eigentlich bin ich eher eine Eule. Man hat mich zur Lerche geformt.

Das andere ist, mit einem guten Buch und Musik dürfte man mich auch mal für eine Zeit lang auf einer einsamen Insel aussetzen. Lesen und Musik sind mir wichtig. Dann kann ich auch mal gut auf Gesellschaft verzichten.

Und der dritte Fact, was auch immer mal wieder zur Verwirrung führt, ich bin Depeche Mode Fan, höre aber auch total gern Heavy Metall wie ACDC und Disturbed. Das kann auch gern alles durcheinanderlaufen. Da bin ich breit gefächert mit meinem Musikgeschmack.

Vielen lieben Dank Alex für deine Zeit und Offenheit!